Wutausbrüche beim Kind begleiten – mit nur drei Sätzen!

Die Szene, die jede Mama kennt:
Die Frühstückstisch-Tragödie

Stell dir meinen Morgen vor.
Kaffee? Lauwarm.
Puls? 180.
To-do-Liste? länger als die Steuererklärung.


Ich stehe in der Küche wie eine Mischung aus Frühstückszeremonistin, Feelgood-Managerin und Feuerwehrfrau und kreiere ein wunderschönes, fast schon Instagram-würdiges Müsli.
Haferflocken. Frisches Obst. Ein bisschen Joghurt. Ein Drizzel Honig. So liebevoll gemacht, dass ich kurz glaube, ich hätte mein Leben im Griff.

Spoiler: hatte ich nicht.

Kind setzt sich. Schaut aufs Müsli.
Dann der Blick.
Der „Was ist DAS und warum tust du mir das an“-Blick.


Ich: „Schatz, dein Frühstück.“
Kind: „NEEEEIN! ICH WILL KEIN MÜSLI!!! ICH WILL BROT!!!“

Und während der innere Vulkan langsam hochfährt, fällt mir wieder ein, dass ich in exakt 27 Minuten bei der Arbeit sein muss, ungeschminkt bin und meine Tasche in einer Ecke rumliegt, wo sie garantiert nicht sein sollte.


Dieses „Oh mein Gott, bitte nicht schon wieder“-Gefühl… du kennst es, oder?
Dieses „Bitte nicht JETZT einen Gefühlsausbruch. Nicht wegen Müsli. Nicht an einem Dienstag. Und nicht VOR meinem ersten Kaffee.“

Aber da ist er schon:
Der kleine Vulkanausbruch.
Der Wutsturm, der sich nicht vorher anmeldet, sondern einfach reinschneit.

Und genau in solchen Momenten… entscheidet sich der ganze Tag.
Ob du mit einem hochgespulten Nervensystem zur Arbeit fährst – oder ob du euch beide in Verbindung bringst.

Und genau deshalb bekommst du heute 3 Sätze,
die dein Kind wirklich entspannen. (und dich auch)

Keine Zauberei, nur echte Bindung.

Desi Eibel Elternberatung - Wutausbruch

Viele sagen „Wutanfall“.
Ich sage Gefühlsausbruch.
Ein Ausbruch, kein Anfall.
Nichts Krankhaftes. Nichts Abnormales.
Nur ein kleiner Mensch, dessen Gefühle größer sind als sein Nervensystem.


Kinder können Wut nicht so regulieren wie Erwachsene.
Sie brauchen dich.
Deine Nähe.
Deine Orientierung.
Deine Geduld.
Deine ruhige Präsenz.
Deine Co-Regulierung.

Wenn du das weißt, wirken die drei Sätze gleich doppelt so gut.

1. „Ich bin da. Du bist sicher.“

Desi Eibel Elternberatung - Wutausbruch begleiten

Das ist wie ein emotionaler Airbag.

Es sagt:
Ich renne nicht weg.
Ich meckere nicht.
Ich bleibe.

Für 2-Jährige:
Er versteht die Worte nicht vollständig – aber die Energie dahinter. Er spürt: es ist ok, Mama (oder Papa) ist mein Anker

Für 6-Jährige:
Er fühlt: „Ich bin nicht allein mit meinem Chaos. Hier ist jemand der mir hilft!“

2. „Deine Gefühle dürfen hier raus.“

Das ist dein Anti-Druck-Ventil.

Es sagt:
Hier darfst du laut sein.
Hier darfst du wütend sein.
Hier darfst du fühlen.


Kinder entspannen, wenn sie merken:
Ich werde nicht weggeschickt.
Ich werde nicht bewertet.
Ich darf sein.

Vielleicht nicht sofort, vielleicht benötigt es ein paar Minuten. Aber irgendwann kommt die Entspannung

Desi Eibel Elternberatung - Wutausbruch begleiten

3. „Ich halte dich, bis es leichter wird.“

Wutausbrüche beim Kind begleiten

Halt ist Regulation.
Nicht festklammern – sondern Präsenz anbieten.

„Ich bin dein Fels.
Der Sturm tobt, aber ich bleibe, bis er vorbei ist.“

Für Kinder ist das wie ein Leuchtturm am Hafen.

Ganz einfach:
Kinder regulieren sich über DEIN Nervensystem.

Dein ruhiger Atem?
Überträgt sich.
Deine Haltung?
Überträgt sich.
Deine Worte?
Erden.

Kinder lernen Selbstregulation durch Co-Regulation.
Sie leihen sich dein Nervensystem, bis ihres stark genug ist.


Elternkurse Wutausbruch kind begleiten

Du denkst jetzt vielleicht:
„Ja schön, aber was GENAU mache ich? Wo stehe ich? Was sage ich wann? Wie bleibe ich ruhig? Wie verhindere ich, dass es eskaliert?“

Das komplette „WIE“ – Schritt für Schritt, Szenarien, Formulierungen findest du in meinen Kurs.

  • Bleib in der Nähe.
  • Nutze kurze Sätze die du aussprichst oder leise für dich sprichst
  • Erklär nichts im Sturm. Dein Kind hört dich gerade nicht!
  • Sei ihr sicherer Ort.
  • Nach dem Gefühlsausbruch kurz verbinden.
chatgpt image 25. nov. 2025, 12 00 44 min

Wut ist Energie.
Energie will raus.
Sie braucht Raum – nicht Gegenwehr.

Stell dir vor, der Vulkan bläst seinen Rauch raus und dieser Rauch braucht Raum. Hältst du den Raum zu klein, verdichtet sich der Rauch immer mehr und du kannst immer weniger sehen.
Also ja, gib dem Gefühl Raum, lass es da sein, nimm es an und sei präsent. So kann sich der Rauch immer mehr auflösen und ihr bleibt in Verbindung. Dein Kind lernt: Ich bin ok, mit all meinen Gefühlen.


Wie du dein Kind langfristig entspannst

Kinder entspannen nicht „einfach so“.
Sie entspannen, wenn:

  • wenig Reize da sind,
  • sie genug Schlaf haben,
  • sie satt sind,
  • sie Orientierung haben,
  • sie spüren: Du bist ein sicherer Hafen.

Und dazu kommt:
Wenn du ruhig bleibst, reguliert sich dein Kind an dir. Denn Selbstregulation führt immer zu Coregulation.

Mini-Impulse im Alltag:

– 5 Min bewusst Bodenkontakt
Hilft Körper zu spüren, entspannt
– klare Übergänge („Noch 2 Minuten…“)
Gibt Orientierung
– kurze Pausen
Hilft beim „Runterkommen“
– echte Aufmerksamkeit statt Multitasking
Stärkt Verbindung
– kleine Wahlmöglichkeiten
Erfüllt Autonomie


„Wie reagiere ich bei einem Wutausbruch mit 2 Jahren?“

Nah bleiben. Kurz sprechen. Körperliche Nähe anbieten.
Der Verstand ist in dem Alter im Energiesparmodus.
Weniger sprechen, mehr da sein – Worte kommen oft gar nicht durch. Nutze die 3 Sätze als innerer Anker: Ich bin da, ich bleibe, wir schaffen das!

„Wie reagiere ich bei einem Wutausbruch mit 6 Jahren?“

Präsenz + Orientierung.
6-Jährige schämen sich oft.
Sag: „Ich bin da. Wir schaffen das. Du bist gut so wie du bist.“

„Was tun, wenn mein Kind ständig Wutausbrüche hat?“

Schau auf Auslöser: Müdigkeit, Hunger, Reizüberflutung.
Regelmäßige Ausbrüche sind ein Zeichen von Überforderung, nicht Trotz.

„Wie kann ich mein Kind entspannen?“

Über dein Nervensystem.
Regulation ist ansteckend.
Co-Regulation ist hier das Zauberwort!

„Wie kann mein Kind selbst entspannen?“

Durch dich.
Wenn es erlebt, wie Entspannung funktioniert, kann es sie nachahmen.


Wie unser Morgen dann endete

Damit du weißt, wie die kleine Müsli-Tragödie ausging:
Ich habe geatmet. Tief. So richtig „Ich rette jetzt mein Nervensystem“-tief.
Dann habe ich mich zu meinem Kind runter gebeugt und einfach gesagt:
„Ich bin da. Du bist sicher.“
Mehr nicht.

Der kleine Vulkan hat weiter gespuckt… aber schon weniger.
Dann kam: „Deine Gefühle dürfen hier raus.“
Und irgendwann (du kennst diesen magischen Moment) wechselte die Wut in Tränen.
Ich habe ihn gehalten, bis es leichter wurde.
Er auf meinem Schoß. Meine Arme um ihn.

Nach ein paar Minuten saßen wir beide da. Am Tisch.
Er mit einem Brot (natürlich Brot!).
Ich mit meinem Müsli, das inzwischen aussah wie ein Kunstprojekt der Kategorie „Frühstück im Chaos“.

Und weißt du was?
Wir sind trotzdem pünktlich losgekommen.
Nicht perfekt. Nicht instagrammable.
Aber verbunden.

Und genau das ist es, was zählt.

chatgpt image 25. nov. 2025, 12 12 46 min

Du musst dein Kind in der Wut nicht „bändigen“.
Du musst es nicht „erziehen“.
Du musst es begleiten.

„Ich bin da. Du bist sicher.“
„Deine Gefühle dürfen hier raus.“
„Ich halte dich, bis es leichter wird.“

Das ist der Kompass, der euren Alltag leichter macht.

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